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Neue Informationen rund um das geplante Gewerbegebiet
16
Sep

BI trifft SPD: Kein Konsens zu möglichem Gewerbegebiet

Die SPD hält ganz offensichtlich weiterhin an ihren Plänen für ein Gewerbegebiet auf den Saarn-Selbecker-Hochflächen fest. Dieser Eindruck verfestigte sich bei einem Treffen der Bürgerinitiative „Natürlich Selbeck“ und des Selbecker Bürgervereins mit SPD-Vertretern aus Mülheim sowie deren OB-Kandidatin Monika Griefahn am Abend des 11. September 2020.

Für die Bürgerinitiative nahmen Herbert Laschke, Carl-Günther Schleu und Bernd Wölki an dem Treffen teil. Vom Selbecker Bürgerverein war Volker Schrödter anwesend. Neben Monika Griefahn und Rodion Bakum waren von der SPD Marc Dissel, Isabel Felix sowie Colin Sroka anwesend. 

Leider bestätigte sich im persönlichen Gespräch, was sich bereits in der schriftlichen Stellungnahme der SPD zeigte. Die Festlegung der SPD erfolgte ganz offensichtlich ohne wirkliche Kenntnis der Gegebenheiten vor Ort und ohne auf die Argumente von Bürgerverein und Bürgerinitiative einzugehen. Die Zugrundelegung der nicht verabschiedeten und bekanntermaßen fehlerhaften Bewertungsmatrix wurde von den SPD-Vertreterinnen und Vertretern auf die Verwaltung geschoben (Der zuständige Dezernent Peter Vermeulen hat dazu bereits klar Stellung bezogen und die Vorwürfe der SPD als haltlos zurückgewiesen).

Die Tatsachen, dass ein wesentlicher Anteil der Eigentümerinnen und Eigentümer der Flächen diese nicht verkaufen wollen, wurde achselzuckend zur Kenntnis genommen. Gleiches galt für den Umstand, dass die Nachbargemeinde nicht in die Planungen einbezogen wurde, obwohl ihre Mitwirkung unvermeidbar ist und zudem zu einer städtepartnerschaftlichen Zusammenarbeit dazu gehören sollte. Von der SPD bestätigt wurde lediglich das Erfordernis den Regionalplan ändern zu müssen.

Die Haltung der SPD, vertreten durch Rodion Bakum, auf den Punkt gebracht:

–           Nach der Wahl würden alle Fraktionen (wieder) offen über alle Flächen (damit sind die jetzt von der Ausschuss- und Ratsmehrheit aus den Überlegungen herausgenommenen vier Grünflächen gemeint) sprechen.

–           Die Erschließung des Gebietes wird in rund 10 Jahren erfolgen. Bis dahin seien sicherlich genügend Eigentümer verkaufsbereit. Wenn nicht die aktuelle Eigentümergeneration, dann die nachfolgende.

„Grüner“ durch Gewerbe?

Monika Griefahn wies darüber hinaus darauf hin, dass nicht jedes Gewerbe problematisch sei. So könnte ein Solarpark beispielsweise den Landwirten eine so genannte fünfte Ernte bringen, durch Gewerbeansiedlungen könnte sich die Artenvielfalt bei Fauna und Flora erhöhen und es könnte hinterher „grüner“ als vorher sein. Gegenüber Intensivlandwirtschaft würde eine gewerbliche Nutzung vorteilhaft sein können.

Wir meinen: Bei den Vertreterinnen und Vertretern der SPD bestanden ganz offensichtlich keine Kenntnisse zu den Saarn-Selbecker-Hochflächen, sei es über vorhandene Biotope, schützenswerte Areale, Tiere und Pflanzen oder die tatsächliche Nutzung durch die Eigentümer. 

Wir fordern: Wer über Gewerbegebiete und die Vernichtung von Naturflächen entscheiden will, sollte sich zuvor eingehend mit den Gegebenheiten vor Ort beschäftigen!

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